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Advent kommt von Adventure. Und eine Kultur ist wie ein Kuchen.

Advent kommt von Adventure. Und eben nicht von Ankommen.


Was für ein Abenteuer. Dieses Jahr 2024. Und es scheint, als ob die vielen aufgeschlagenen Kapitel auch noch lange nicht beendet werden. Und kaum ist eine Seite umgeschlagen, da entwickelt sich auch schon irgendwo wieder eine weitere Geschichte. Das eine hängt mit dem anderen zusammen oder auch nicht. Und dann unerwartet doch wieder. Und alles spielt zusammen sein eigenes Solo.

Und dann sind da auch noch die ganzen, weltumspannenden Themen. Die einen ganz eigenen Einfluss auf unsere Geschichten nehmen.

Nicht viel erzählt.


Viel geschrieben haben wir in diesem Jahr nicht. Auch wenn wir so viel zu erzählen gehabt hätten. Es hat sich vieles ereignet. Und noch mehr hatten wir eigentlich vor. Und dann kam einiges unerwartet anders. Und vieles davon ist einfach wunderbar.


Ungeachtet der vielen Hiobsbotschaften, die täglich auf uns einprasseln, haben wir – im Gegensatz zu unserer Regierung - unsere Backstube tatsächlich aufrüsten können. Viel neue Technik, die unsere Arbeit erleichtert, zugleich angenehmer und effizienter gestaltet Und die uns jeden Tag Sicherheit gibt.


Darüber hinaus leistet unsere Modernisierung auch einen ökologischen Beitrag. Das alles haben wir in diesen Zeiten aus eigener Kraft realisieren können, ohne auch nur eine Förderung oder „Subvention“ in Anspruch zu nehmen.

Holt die Kinder von der Straße


Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine Vielzahl an Bewerbungen von Interessierten Jugendlichen erhalten, die eine Ausbildung bei uns beginnen wollten. Natürlich - nicht alle Bewerbungen entsprachen unseren Wünschen und Anforderungen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir auch in diesem Jahr einige unserer Stellen in Konditorei und Verkauf besetzen konnten. Zugleich freuen wir uns auf weitere, fachkräftige Unterstützung für unsere Eis-Anita. Schon jetzt denken wir über die vielen Möglichkeiten nach, die uns diese zusätzlichen Fach-Kräfte und „werdenden Fachkräfte“ ermöglichen.

JungBrunnen


Uns erstaunt immer wieder, was unsere kleine, schlagkräftige Truppe auch in diesem Jahr alles ermöglicht hat. Und dabei ist unser Team im biologischen Altersdurschnitt nicht gerade dem Jungbrunnen entsprungen.


Doch was die Einstellung und Motivation unseres Teams betrifft … darf ich diese als unzerstörbar dauerblühend bezeichnen.


Ganz gleich ob extrinsisch oder intrinsisch. Ich habe keinen Anhaltspunkt woraus sich diese beständige Energie entwickelt.


Doch eines wissen wir alle. Wir haben großen Spaß an den vielen kleinen und großen Herausforderungen. So wurden wir gerade an unseren recht spontanen Weihnachtsmarkt-Einsatz für 3 Tage im Dezember 2016 in Taipeh erinnert. Zu diesem wurden wir kurzerhand von China Airlines eingeladen . Nie hätten wir gedacht, dass wir so kurzfristig ca. 900 Kg Gebäck in das 13.000 Kilometer entfernte Taiwan fliegen. Um es dort in nur 1,5 Tagen zu verkaufen, um dann sogleich in den nächsten Flieger zurück zu springen … und nach einer erfrischenden Dusche auf unserem heimischen Weihnachtsmarkt in Frankfurt weiterzumachen.

Und noch ein Abenteuer.


Die Eröffnung unserer Eis-Anita inmitten der Corona-Zeit war dafür etwas kühn. Und hat tatsächlich einiges abverlangt. Zugegeben -die Nerven lagen zeitweise sehr blank. Und auch die sich zusätzlichen mehr und mehr entwickelnden Baustellen rund um unsere Eis-Anita im Zuge des Bahnstraßen-Umbaus hatten wenig Entlastendes. Und dennoch, recht verbuddelt inmitten der eingrenzenden Baugruben, schimmerte der kleine gewisse bunte Anita-Funke, den das Kern-Team um unsere Anita bewahrt hat. Und der eine starke Zuversicht glimmen ließ.


Jetzt schillert unsere Eis-Anita und wir freuen uns über unsere vielen Gäste aus sämtlichen Altersgruppen, die bei uns zum Frühstücken, kleinen Mittagessen und natürlich zu Kaffee und Kuchen kommen.


Und siehe da.


Es ist schon faszinierend. Diese entspannte und friedlichfröhliche Stimmung, die aus unseren beiden Läden strahlt. Und die sich offenbar von einem Gast auf den anderen überträgt.


Es ist etwas sehr besonderes. Uns besuchen weder anstrengende noch unangenehmen Gäste. Und immer und immer wieder sind wir noch einmal mehr überrascht, wenn uns unsere Gäste aus dem Ausland einen Gruß senden. Oder nach vielen Jahren plötzlich wieder vor uns stehen: Kuwait, Texas, Australien, San Francisco, Irland, Israel. ...


Auch die vielen gewachsenen Beziehungen zu unseren Lieferanten, Handwerkern, Partnern … die mitunter stark strapaziert wurden … tragen zu unserem täglichen Glück bei.


Und bei aller Anstrengung, allem Kraftaufwand und auch einer gewissen Müdigkeit und Anspannung, die sich natürlich irgendwann immer einmal meldet. Jeder Tag beginnt bei uns mit einem kleinen Gebet: „Lieber Gott … bitte lass heute keine unnötigen, nervigen und einfach unpässlichen Herausforderungen entstehen. Lass bitte einfach alles laufen“.


Und siehe da. Es läuft. Meistens jedenfalls.

Eine Kultur ist wie ein Kuchen.


Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt hat nun begonnen. Wir befinden uns im neunten Jahr und es ist unser achter Weihnachtsmarkt. Einmal wurde der Weihnachtsmarkt im Jahr 2020 im Zuge von Corona ausgesetzt.

Wir wünschen Ihnen und uns allen, ein sonniges fröhliches und friedliches Weihnachten. Auf das wir alle gemeinsam die vielen Herausforderungen, Stürme und zum Teil recht unbegreiflichen Ereignisse unserer Kulturen meistern.

Eines ist mir in den vergangenen Jahren auf jeden Fall sehr deutlich geworden: Eine Kultur ist wie ein Kuchen. Wenn wir die Zutaten ändern, funktioniert das Rezept nicht:

Wenn unser Kuchen misslingt … dann schimpfen wir und backen einfach einen neuen.

Doch wenn unsere Kultur scheitert … dann bedarf es hochsensibler Neujustierungen, die mitunter Leid, Ungerechtigkeit, Benachteiligung, Frust und Scheitern erzeugt.


Schon deshalb gehen wir beim Backen wie auch mit unserer Kultur sehr achtsam um. Beides hat einen für uns unschätzbaren Wert.

Wie schön es doch wäre, wenn ein Großteil der Welt es ähnlich halten würde.



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