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Der Trend des Suchens.

Wieder einmal geht alles durcheinander. Wieder einmal Chaos. Wieder einmal ist Orientierung und ein „sich zurechtfinden“ unmöglich. Wieder einmal hilft „Suchen“.


Ein Glück – der Trend des „Suchens“ ist auch in diesem Jahr ungebrochen. Doch warum dieses erstmalig im 17ten Jahrhundert schriftlich erwähnte Oster-Ritual so unbeirrt erfolgreich ist, wird auch in diesem Jahr leider nicht aufgeklärt.


Wir verlassen uns weiterhin auf wilde Theorien und Spekulationen.

Bleiben wir also bei den Geschichten von den abtrünnigen Heiden, die unbedingt zu Ehren ihrer Frühlingsgöttin Ostara ein paar Eier an Freunde und Bekannte verschenken wollten. Natürlich war die Kirche von diesem Brauch wenig begeistert und beendete diese Ehrerbietung. 



Ziemliche Eierig.

Auf die Heiden wirkte dieses Verbot ziemlich eierig. Um jedoch keine unnötigen Konflikte zu erzeugen, wurde ein kleines Spiel erdacht: Statt sich zukünftig heimlich zu beschenken sollten die Eier für die Liebsten fortan versteckt werden. Und statt aufwendiger Geschenkverpackungen sollten die Eierchen besser kreativ und fröhlichbunt bemalt werden.


Schon dieses solidarische Bemalen stärkte den Gemeinsinn. Und mit jedem weiteren Göttertrunk wurden die Eier bunter und die Gespräche geistreicher.


Aufgrund des nicht abbrechenden Oster-Trends und einer steten Nachfrage entwickelten sich die Ostereier zu immer stärker nachgefragten Design-und LifeStyleElementen.


© Netzwoche, News, 2021-04-06 und sz-magazin.sueddeutsche.de/ostern/kuenstler-gestaltung


"EasterEgg".

Wir finden gepunktete Eier, Eier im Batik-Look. Und selbst auf der alten Festplatte von Steve Jobs wurde ein „EasterEgg“ gefunden.


Das sagenumwobene eiPhone DIY. Eine Supernatural-Spectaculum-Intelligenz mit einem Neodyn3-Prozessor und Interstellarcooling. Geballte Technologie in einem kleinen Ei-Design. Der wirklich Ursprung von KI. Was für ein Quanten-Ei-Sprung.


Doch neben Technologie-Affinen Persönlichkeiten, waren es vorrangig etablierte Künstler, die den Ostereier-Markt mehr und mehr anheizten. Elvira Bach, Schorsch Kamerun, Thomas Struth oder auch Liana Finck. Letztere ebenfalls unter besonderer Beobachtung des Klerus. Nicht allein aufgrund ihres extrovertierten Eiermalens sondern ihrer Veröffentlichung »Let There Be Light«, eine Adaption des Buches Genesis … nur eben mit weiblicher Gottheit.



The Art of Egg.

Doch der wohl erfolgreichste Eierkünstler, der dem Ei in ganz neue Dimension verhalf, ist wahrscheinlich Peter Carl Fabergé. Die Vorfahren der heutigen Familie Fabergé lebten in der Picardie im Norden Frankreichs. Der Familienname damals noch Favri. Sie waren Hugenotten (französische Protestanten) in einem überwiegend katholischen Land.


Als Ludwig XIV. 1685 das Edikt von Nantes widerrief, das den Hugenotten Schutz gewährte, beschloss die Familie schnell ein paar Koffer zu packen und nach Nordosten zu wandern. Die Pässe wurden schnell entsorgt und mehrfach neue Identitäten geschaffen.


Opos Dei konnte mit Unterstützung der CIA eine Vielzahl an Identitäten herausfinden: So agierte die Familie unter den Namen: Favri über Favry, Fabri, Fabrier zu Faberge.



HandwerksKunst.

Weitere Recherchen ergaben, dass sich 1800 ein Handwerker namens Pierre Favry in Pärnu in der baltischen Provinz Livland (heute Estland) in einem Mehrgenerationenhaus niedergelassen hatte.


Im Jahr 1885 erhielt die Familie überraschend ihren ersten wirklich wichtigen Auftrag aus Zarskoje Selo bei Sankt-Petersburg. Denn trotz ihrer vielen Identitätswechsel war die Familie Favri für ihre Kunstvollen Emaille-Arbeiten bekannt.


Für seine Kaiserin Maria Fjodorowna hatte Zar Alexander III. ein besonderes Geschenk erdacht: ein Ei aus purem Gold, 6,4 Zentimeter groß und mit weißer Schmuckemaille überzogen. Im Inneren des Eies … eine gelbgoldene Kugel, ein Dotter, und darin versteckt … eine goldene Henne, die wiederum eine goldene und edelsteinbesetzte Krone und einen Rubinanhänger verbirgt.


Mit diesem Kunstwerk hatte sich die Familie Favry selbst übertroffen. Und als Elvira Bach und die vielen weiteren Eier-Künstler von diesem Fabergé-Ei hörten, dachten diese kleinlaut und dafür umso intensiver ebenfalls über einen Identitäts- und zugleich auch Jobwechsel nach.



Goldene Eier.

Dieses Ei, heute als das „Erste Hennen-Ei“ besser bekannt, begeisterte die Zarin und den Hof derartig, dass der Zar nun an jedem Osterfest ein „Überraschungs-Ei“ verstecken wollte.


Also vereinbarte Zar Alexander III mit Peter Carl Fabergé einen entsprechenden Retainer. Also eine Art Preismodell, das von Agenturen genutzt wird, um langfristige Vereinbarungen zwischen Kunde und Auftragnehmer zu erleichtern.


Diese Vereinbarung beinhaltet mitunter, dass Fabergé der begehrte Titel „Goldschmied nach besonderer Ernennung der Kaiserkrone“ verliehen wird.


Und nachdem sämtliche Formalitäten abgeschlossen waren, begann Fabergé im folgenden Jahr mit der Herstellung eines zweiten Ostereis. 



ÜberraschungsEi.

Ab 1885 fertigte der Goldschmied Peter Carl Fabergé alljährlich für das Osterfest am russischen Zarenhof kunstvolle Eier aus den kostbarsten Materialien. Die wertvollen Fabergé-Eier wurden zum Symbol des Überflusses. Und so glich kein Ei dem anderen. Denn bei der Gestaltung wurden dem Unternehmen völlige Freiheit für zukünftige kaiserliche Ostereier eingeräumt.  Nicht einmal der Kaiser wusste, welche Form sie annehmen würden. Einzige Bedingung war: Jedes Ei muss eine Überraschung enthalten. 


Zehn Eier gab Alexander III. bis zu seinem Tod 1894 als Geschenke für seine Frau in Auftrag. Sein Sohn Nikolaus II. übernahm diese Geste und erweitert die Produktion, indem er von nun an zwei Eier pro Jahr fertigen lässt:  eines für seine Mutter und ein weiteres für seine junge Zarin Alexandra, Prinzessin von Hessen-Darmstadt.



Konditor-Ei. ConditCouture.

Da nicht alle Haiden in den Diensten russischer Kaiser standen und zugleich die Kapazitäten im Hause Faberge aufgrund von Fachkräftemangel limitiert waren, wurde irgendwann nach einer unkomplizierten, schnellen und unbürokratischen Unterstützung gesucht.


So erhielten auch wir irgendwann eine Anfrage. Auch wenn Emaille nicht zu den üblichen Rohstoffen gehört, die wir verarbeiten. Unser Auftrag bestand darin, kunstvolle Osterhasen, duftende Osterbrote, feine Schokoladen und feine TrüffelEier zu kreieren. Darüber hinaus sollte eine Vielzahl an herrlichen Torten und Kuchen das Osterfest begleiten.


Räumlichkeiten sollten entstehen. In denen alle Nationen, Religionen und Glaubensrichtungen friedlich und fröhlich gemeinsam Kaffee trinken und Kuchen essen können. Und in denen Familien einen Platz zum gemeinsamen Frühstück und Mittagessen finden. Mitunter auch ganz ohne Ei-Phone.



Für uns - eine einfache Übung ...

die wir auch in diesem Jahr wieder sehr gerne ausrichten. Bei uns auf dem Römerberg in Frankfurt. Oder in unserer Eis-Anita in Langen.


Lasst uns gemeinsam ein herrlich buntes Osterfest feiern und zugleich ganz bewusst die Lebensfreude begrüßen. Denn Freude kann man weder machen noch kaufen.


Freude entsteht in uns, wenn uns etwas gelungen ist, wenn uns ein Mensch überrascht mit einem Besuch oder einem Brief.

Wenn wir freundliche Worte hören, wenn uns jemand lobt oder sagt, dass wir ihm viel bedeuten.


Wir reagieren mit Freude auf das, was wir erleben: eine Begegnung, ein gutes Gespräch. Doch nicht nur, wenn uns etwas Besonderes erreicht entsteht in uns Freude.


Wir können selbst Freude bereiten. In uns und zugleich für jemand anderen. Es braucht nur ein liebevolles Nachdenken über die Menschen in unserer Umgebung, um zu erkennen, womit wir diesem eine Freude machen können. Mitunter genügt schon ein freundlicher Blick auf den Nachbarn in der U-Bahn.


Und schon ist Freude da.

Und auch wir freuen uns , weil wir eine Freude haben aufblühen lassen.



„Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen –

vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.“

(Mark Twain)


CONDITCOUTURE - über alle Ostertage geöffnet: 11.00 bis 18.00 Uhr.


EIS-ANITA - über die Ostertage geöffnet. 9:30 - 18:00 Uhr - Bitte unbedingt reservieren! EIS-ANITA - OSTERMONTAG - geschlossen.


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