Die Welt isst nicht genug.

Gedanken Verloren.


Ganz gleich in welche Richtung wir aktuell schauen. Oder denken.

Es ist nicht einfach. Nicht politisch zu sein.

Die eigene Meinung rotiert im Kreiselkompass.


Der Kreisel wird bei stehendem Drehstuhl angeworfen und dreht sich um eine willkürlich orientierte Achse.

Dann wird der Drehstuhl von außen in Rotation versetzt, worauf sich die Kreiselachse nach etlichen

Schwingungen in die Meridianebene einstellt.


Kaum zur Ruhe gekommen – das nächste Manöver.

In Sichtweite.


Der Irre Iwan.


Weit mehr als der Name eines U-Boot-Manövers, der von U-Boot-Fahrern der US-Navy geprägt wurde, um ein taktisches Manöver russischer oder sowjetischer U-Boote zu bezeichnen.


Bei diesem Manöver wird in der Regel versucht, direkt nach einer Wende den tauben Sektor im Kielwasser – hinter dem Boot – abzuhören, um so mögliche Verfolger zu entdecken.

Wieder in Unruhe. Wieder in Schwingung. Und betäubt. Kein Ruhepol.

Dafür zerebrale Kappenschmelze.

Der ganz eigene Klimawandel hinter der Großhirnrinde.


Nervenfasern glimmen wie Lunten. Und nicht einer unserer wässrigen Temporallappen, Frontallappen,

Okzipitallappen und Parietallappen eignet sich, um diese geistige Hirnhautentzündung zu löschen.

Brennende Leidenschaft.


Die Sehnsucht nach dem Friedlichen, dem Feinen, dem Ruhigem breitet sich aus.

Dürfen wir unsere Sehnsucht als „Friedliebenden Raumgewinn“ bezeichnen?

Oder werden wir mit unserem Wunsch unfreiwillig politisch?

Nicht das unser Kreisel- zum Traumakompass mutiert. Und wir daran vollends zerbrechen. Nein – wir werden nicht zerbrechen. Und wenn doch? Dann liegt vielleicht genau in diesem Bruch die wirkliche Stärke.


In Japan werden zerbrochene Objekte mit Gold repariert. Der vergoldete Riss wird als ein einzigartiger und besonders wertvoller Teil der Geschichte des Gegenstands gesehen. Die Einfachheit, das Verstehen und die Wertschätzung des Fehlerhaften stehen im Zentrum dieser Anschauung.


Übertragen auf das zerbrochene Porzellan, hebt die Goldverbindung den Makel hervor. Durch eine aufwendige Restauration erlangt das Objekt einen einzigartigen Status, gibt dem Zerbrochenen mehr Wert, nicht weniger. Kintsugi (jap. "Goldflicken") nennt sich diese traditionelle Reparaturmethode für Keramik.


Und symbolisiert Keramik nicht auch irgendwie eine „brennende Leidenschaft“?

Feuer ist Freude,


ist Kampf, ist Einsatz. Es kann bedrohlich, zerstörerisch und vernichtend sein. Doch es ist auch wärmend, schützend und lebensrettend.


Konzentrieren wir uns auf die vielen fröhlichen Funken, die das Freudenfeuer entstehen lassen. Und ganz gleich wie groß oder klein die Funken sind. Sie glühen, glänzen, tanzen und schaffen Wärme, Licht, Geborgenheit und Hoffnung. Alles wird gut.


Schon bei Epikur heißt es bekanntlich:

„Anfang und Wurzel alles Guten ist die Freude des Magens; selbst Weisheit und alles, was noch über sie hinausgeht, steht in Beziehung zu Freude des Magens."


Sehen wir also schnell zu, dass wir auf der gesamten Welt jeden einzelnen Satt bekommen. Und das wir gemeinsam die vielen Risse und Kerben unserer Erde mit Gold reparieren.


Wir helfen gerne. Denn eines ist sicher:

"Wo Kuchen ist, da ist auch Hoffnung. Und Kuchen gibt es immer." - Dean Koontz.



Auf das wir schon bald auf einem gesunden, blauen Planeten voll Freude durch das All schweben werden.

Und uns die goldglänzenden Risse an den Wert einer funktionierenden Gemeinschaft erinnern. Eine Welt mit Goldkante. Einfach Lebenswert.



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